Es ist das größte Bauvorhaben der Deutschen Rentenversicherung Bund der letzten Jahrzehnte: Mit einem offiziellen Spatenstich hat die Deutsche Rentenversicherung Bund im September 2024 den Beginn der Modernisierungsarbeiten an ihrem Stammhaus in Berlin-Wilmersdorf und den umliegenden Gebäuden gefeiert. Damit ist die Sanierung des Gebäudekomplexes rund um das 1923 errichtete „Mutterhaus“ in der Berliner Ruhrstraße in vollem Gange. In fünf Gebäuden und in zwei Bauabschnitten wird eine Bruttogeschossfläche von 130.000 Quadratmetern modernisiert. Im Jahr 2032 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Dann stehen 3.500 moderne Arbeitsplätze zur Verfügung. Geplant sind Einzel- und Teambüros sowie moderne Besprechungs- und Projekträume für kommunikatives, kreatives und vernetztes Arbeiten.
Startschuss für die Modernisierungsarbeiten am Stammhaus und an den umliegenden Gebäuden der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin (v. l. n. r.): Hans-Werner Veen, alternierender Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund (Gruppe der Versicherten), Jens Urlichs, Leiter der Abteilung Immobilien der Deutschen Rentenversicherung Bund, Dr. Stephan Fasshauer, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Jens Dirk Wohlfeil, alternierender Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund (Gruppe der Arbeitgeber), und Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund beim symbolischen Spatenstich. Quelle: DRV Bund/Sonnenschein
Moderne Reha-Kliniken
Modernes und nachhaltiges Bauen steht auch für die 21 Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung Bund in den nächsten Jahren im Mittelpunkt. Nach dem Baustart in Ückeritz auf Usedom und den Vergabevorbereitungen für das Reha-Zentrum Mölln (Schleswig-Holstein) bewilligte der Vorstand die Mittel zur Modernisierung des Reha-Zentrums Bad Frankenhausen (Thüringen). Die Patientinnen und Patienten dürfen sich künftig auf Elemente der „heilenden Architektur“ freuen. Dies bezeichnet einen planerischen Ansatz, mit dem das körperliche und seelische Wohlbefinden von Patienten, Personal und Angehörigen gestärkt werden soll. Viel Licht und naturnahe Materialien in warmen Farben unterstützen die Behandlung.
Großumzug in die Treptowers
Mit einem der größten Umzüge der vergangenen Jahre wurde der Standort an der Hirschberger Straße am Berliner Ostkreuz nach über 30 Jahren aufgegeben. Rund 5.000 Arbeitsplätze sind in die weithin sichtbaren Treptowers am Spreeufer umgezogen. Mit etwa 87.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche gehören die Treptowers zu den größten Gebäuden der Deutschen Rentenversicherung Bund. Dennoch konnten im Vergleich zum bisherigen Dienstgebäude über 20 Prozent der Gesamtfläche eingespart werden. Vor dem Einzug wurde alles kernsaniert und umgebaut. Der Großumzug wurde minutiös vorbereitet: An mehreren Wochenenden wurden über 18.000 Inventarteile vom Schrank bis zum Schreibtisch und über 12.000 Umzugskartons bewegt. Das Gesamtvolumen von gut 15.000 Kubikmetern umfasste mehr als 400 LKW-Ladungen.
Flächen werden weiter angepasst
Dank der anhaltenden Beliebtheit der verschiedenen Homeoffice-Angebote kann die Deutsche Rentenversicherung Bund ihre Büroflächen durch Umzüge künftig um ein Fünftel reduzieren. Gleichzeitig halten neue Nutzungskonzepte wie Desksharing und Poolbüros Einzug in den Büroalltag.
Mehr als 520 Vergaben durchgeführt
Das Einkaufsmanagement führte im Geschäftsjahr 521 Vergabeverfahren mit einem Auftragsvolumen von rund 790 Millionen Euro brutto durch. Hervorzuheben sind die Ausschreibungen einer neuen übergreifenden Datensicherungslösung zum Betrieb des gemeinsamen Rechenzentrums für die Träger der Deutschen Rentenversicherung sowie der Abschluss von Rahmenvereinbarungen mit mehreren Auftragnehmern für IT-Unterstützungsleistungen (Softwareentwicklung und IT-Architektur). Bedeutsam ist auch der Liefervertrag für Erdgas, mit dem die Dienstgebäude der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin und Würzburg sowie bundesweit die Rehabilitationskliniken versorgt werden. Der Vertrag stellt einen Bioerdgasanteil von zehn Prozent sicher. Nicht zuletzt führte das Einkaufsmanagement auch die Ausschreibung von Paketdienstleistungen für alle Träger der Deutschen Rentenversicherung durch.