Geschäftsbericht
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Wie wir arbeiten: Kommunikation

Die Abteilung Kommunikation informiert über wichtige Themen der Rentenversicherung, gibt Verbrauchertipps, klärt über rentenrechtliche Sachverhalte auf und ordnet politische Debatten ein – auf allen Kanälen.

Das Jahr 2025 war von einer breiten Themenpalette geprägt – neben großen Jubiläen prägten die rentenpolitischen Entwicklungen die Kommunikationsarbeit. Diese spiegelten sich auch in der Quantität der Pressearbeit wider: Rund 1.000 Presseanfragen wurden 2025 beantwortet und knapp 90 Pressemitteilungen veröffentlicht. Zusätzlich wurden zahlreiche Sprachregelungen abgestimmt, Faktenchecks erarbeitet, Telefonaktionen mit großen Medienhäusern durchgeführt, Verbrauchermeldungen erstellt und Eventformate koordiniert.

50 Jahre DSRV und Spatenstich in Mölln

Zwei große Veranstaltungen standen 2025 im Zentrum der öffentlichen Berichterstattung: das 50-jährige Jubiläum der Datenstelle der Rentenversicherung (DSRV) in Würzburg und der feierliche Spatenstich für das neue Reha-Zentrum in Mölln. Beide Anlässe wurden kommunikativ umfassend begleitet – mit Pressemitteilungen, Social-Media-Beiträgen, Reportagen und Videoinhalten. Der Festakt zum DSRV-Jubiläum würdigte die Datenstelle als zentrale Drehscheibe für Sozialdaten in Deutschland und bot eine Plattform für den Austausch zwischen Politik, Medien und Fachöffentlichkeit.

Studie zu Verschickungskindern veröffentlicht

Ein sensibles und gesellschaftlich relevantes Thema prägte die Kommunikationsarbeit im Frühjahr 2025: die Veröffentlichung der Studienergebnisse zu den sogenannten Verschickungskindern. Die zentralen Ergebnisse der Studie wurden auf einer Onlineveranstaltung interessierten Betroffenen vorgestellt, anschließend wurde eine Pressekonferenz veranstaltet.

Stellungnahme zur Pflegebeitragsanpassung

Die Berichterstattung zur Erhöhung des Pflegebeitragssatzes war eine der größten kommunikativen Herausforderungen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im letzten Jahr. Die BILD-Zeitung behauptete im Sommer, 22 Millionen Rentenbescheide seien falsch berechnet worden. Dies traf nicht zu. Unverzüglich reagierte die Abteilung Kommunikation mit einer Stellungnahme, die noch am selben Tag über alle zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle ausgespielt wurde. Dies sorgte für positive Resonanz in den Medien und eine Richtigstellung in der Öffentlichkeit.

Berichterstattung zum Rentenpaket

Mit dem im Herbst verabschiedeten Rentenpaket standen zentrale rentenpolitische Weichenstellungen im Fokus der Berichterstattung: die Haltelinie beim Rentenniveau, die Weiterentwicklung der Mütterrente und die Einführung der sogenannten Aktivrente. In enger Abstimmung mit den Fachabteilungen entwickelte die Abteilung Kommunikation hierzu eine crossmediale Informationsstrategie, die die komplexen Inhalte für Medien, Versicherte und Fachöffentlichkeit gleichermaßen verständlich machte. Hintergrundgespräche, Sprachregelungen und multimediale Formate begleiteten das Gesetzgebungsverfahren von der Diskussion bis zur Verabschiedung.

Viel Aufmerksamkeit für die Digitale Rentenübersicht

Die Digitale Rentenübersicht wurde im Jahr 2025 intensiv mit einer trägerweiten Kommunikation über reichweitenstarke Eigenmedien beworben. Ziel war es, das Online-Portal bekannter zu machen und über den persönlichen Nutzen der Digitalen Rentenübersicht für die individuelle Altersvorsorgeplanung zu informieren, um so die Zugriffszahlen zu erhöhen. Die Kommunikationsmaßnahmen richteten sich vornehmlich an Empfängerinnen und Empfänger der Renteninformation zwischen 27 und 55 Jahren. Neben einer umfangreichen Presse- und Medienarbeit wurden zahlreiche Berichte veröffentlicht und (Eigen-)Anzeigen geschaltet: im Printmagazin und der Online-Ausgabe von „zukunft jetzt“, in der gemeinsamen Broschürenreihe und in Newslettern, wie in „Summa Summarum“. Auch auf der Internetseite www.deutsche-rentenversicherung.de sowie in den Sozialen Medien wurden verschiedene Meldungen und Erklärfilme platziert und die Auskunfts- und Beratungsstellen sowie die Kliniken als wichtige Orte der Multiplikation genutzt.

Gezielte Informationskampagnen

Die Pressearbeit rund um das Jubiläum „10 Jahre Firmenservice“ setzte Akzente, um die Bedeutung des kostenlosen Angebots der Deutschen Rentenversicherung für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zu unterstreichen. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 auf Initiative der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung bietet der Firmenservice eine Vielzahl von Informationen zu den Themen gesunde Beschäftigte, Rente und Altersvorsorge an. Weiterhin informierte die Abteilung Kommunikation zum Jahresende 2025 mit einer breit aufgestellten Informationskampagne über die Umstellung des Auszahlungsverfahrens für den Erwerbsminderungsrentenzuschlag.

Sozialwahl 2029: Startschuss für die Online-Wahl

Ein zukunftsweisendes Thema war die gesetzliche Weichenstellung zur Einführung der digitalen Stimmabgabe bei der Sozialwahl 2029. Millionen Versicherte können künftig wählen, ob sie ihre Stimme klassisch per Brief oder bequem und sicher online abgeben möchten. Die Rentenversicherung begrüßte die Entscheidung als wegweisenden Schritt für eine digitale und bürgernahe Zukunft der Sozialwahlen. Mit einem breiten Informationsangebot wurde frühzeitig über Chancen, Sicherheit und technische Umsetzung einer Online-Wahl informiert.

Pressefachseminar folgt auf neue Bundesregierung

Das Pressefachseminar am 21. und 22. Mai in Berlin stand im Zeichen des Koalitionsvertrags, der Anfang des gleichen Monats unterzeichnet wurde und die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags einläutete. In der Veranstaltung ging es unter anderem um die Bundesmittel und die Frage, wofür der Staat Steuermittel an die Rentenversicherung zahlt. Näher beleuchtet wurden auch die EUDI-Wallet als digitaler Nachweis in der Rentenversicherung sowie die Alterssicherung im Mehrsäulensystem.

Auf dem Aktuellen Presseseminar am 11. und 12. November in Würzburg informierten die Vorsitzenden des Bundesvorstandes, Alexander Gunkel (Arbeitgeberseite) und Anja Piel (Versichertenseite), zur aktuellen Finanzlage der Rentenversicherung und gingen auf die rentenpolitischen Vorhaben der neuen Bundesregierung ein. Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, erläuterte die Mechanismen der Umverteilung und des Äquivalenz-Prinzips in der gesetzlichen Rentenversicherung. Direktorin Brigitte Gross verdeutlichte den hohen volkswirtschaftlichen Nutzen von Rehabilitationsleistungen.

Vertrauen

Die Mehrheit der Deutschen vertraut der Deutschen Rentenversicherung. Die Umfrage „KOMPASS Rente 2025“ der Deutschen Rentenversicherung Bund bestätigt ihre stabilisierende Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass die gesetzliche Rentenversicherung ein verlässlicher Partner für die soziale Sicherheit in Deutschland bleibt. Gleichzeitig zeigt sich, dass junge Menschen stärker für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert werden müssen.

53 Prozent der Befragten vertrauen der gesetzlichen Rente – ein Wert, der mit zunehmendem Alter steigt. Besonders groß ist das Vertrauen in die Institution selbst: 67 Prozent sprechen ihr Stabilität und Verlässlichkeit zu. Für die große Mehrheit bleibt die gesetzliche Rente die wichtigste Säule der Altersvorsorge. Während 60 Prozent der Befragten die Informationen der Deutschen Rentenversicherung als vertrauenswürdig einschätzen, zeigt sich bei jüngeren Menschen Nachholbedarf: 56 Prozent der unter 30-Jährigen haben bislang kein Informationsangebot der Deutschen Rentenversicherung genutzt.

Mitreden

„Mitreden! Bei Rente und Gesundheit“ ist eine gemeinsame Informationsinitiative der Deutschen Rentenversicherung Bund und der im Ersatzkassenverband vdek organisierten Ersatzkassen. Sie informiert über die Soziale Selbstverwaltung, macht auf die Sozialwahlen aufmerksam und stärkt das Ehrenamt. Mitreden erklärt, wie Versicherte durch die Selbstverwaltung mitentscheiden können und hebt das ehrenamtliche Engagement der Vertreterinnen und Vertreter in den Gremien hervor. Über die Website www.sozialwahl.de sowie über Instagram und LinkedIn werden komplexe Themen rund um die Selbstverwaltung verständlich vermittelt. Die Kampagne bietet Plattformen für Austausch, Umfragen und Einblicke in die Arbeit der Selbstverwaltung. Nicht zuletzt stärkt sie die demokratische Teilhabe in der Sozialversicherung. Langfristig möchte sie Versicherte, Rentnerinnen und Rentner motivieren, bei der Sozialwahl 2029 ihre Stimme abzugeben oder sich selbst zu engagieren.

20 Jahre gemeinsame Broschürenreihe

Die gemeinsame Broschürenreihe der Deutschen Rentenversicherung ist seit 20 Jahren fest etabliert. Sie zählt aktuell 67 Titel der nationalen Reihe zu den Themen Versicherung, Rente, Rehabilitation, Altersvorsorge und Service sowie 62 internationale Titel mit Erläuterungen des über- und zwischenstaatlichen Rechts. Die Reihe wurde zuletzt mit einer Auflage von 3,7 Millionen Print-Exemplaren im Jahr und 2,3 Millionen gezählten Downloads evaluiert.

Medienstudien belegen, dass gedruckte Informationen weiterhin besondere Wertigkeit, Seriosität und Vertrauen vermitteln und sich als gute Schnittstelle zur persönlichen Beratung erweisen. Gleichzeitig dienen die qualitätsgesicherten Texte der Broschürenreihe als inhaltliche Basis des KI-gestützten Angebotes „RENATE – Der Rentenchat“, das derzeit entwickelt wird.

Freundliche und verständliche Verwaltungssprache

Die Verbesserung der Verständlichkeit von Bescheiden, Vordrucken und Antragsformularen war auch 2025 ein Dauerthema. Im Vordergrund stand die „Hilfe zur Selbsthilfe“ für alle Beschäftigten der Rentenversicherung, die Texte verfassen. Schwerpunkte waren zum Beispiel Struktur und Inhalt der Online-Rentenanträge, Erläuterungen zur Berechnung von Entgeltpunkten in Bescheiden, einfache und übersichtliche Rechtsbehelfsbelehrungen, Angebote zur Arbeitserprobung für Personen mit Rente wegen Erwerbsminderung oder die Vereinfachung der Kommunikation zum Digitalen Lebensnachweis.

Jugendkommunikation „Rentenblicker“

Die bundesweite Jugendinitiative „Rentenblicker“ informiert Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren auf allen Ebenen – mit Schüler- und Lehrermaterial, der Internetseite www.rentenblicker.de, Social-Media-Aktivitäten und einem Referentenservice. Hier kommen Mitarbeitende der Rentenversicherung nach Absprache in die Schulen und erklären Schülerinnen und Schülern ab der 9. Klasse, wie das Rentensystem in Deutschland funktioniert. Einen Eindruck zum Referentenservice vermittelt das neue Video „Rente in der Schule: Der Referentenservice“ unter dem Link: www.youtube.com/watch?v=WEwNAPbE6jU.